Archive for November, 2012

Anthony Hopkins ist „Hitchcock“: Der biographische Film folgt dem Meisterregisseur bei seinen Vorbereitungen zu „Psycho“ und beleuchtet seine oftmals schwierige Beziehung zu seiner Frau Alma Reville (Helen Mirren). Scarlett Johansson schlüpft in die Rolle von Janet Leigh bekannten und vielzitierten Duschszene.

Hitchcock

Hitchcock

Mit „Hitchcock“ kommt ein Biopic in die Kinos, das sich einem der größten Regisseure aller Zeiten widmet und das schon jetzt als heißer Anwärter auf eine Vielzahl von Oscars gehandelt wird: Anthony Hopkins spielt niemand geringeres als Alfred Hitchcock während der Vorbereitungen und beim Dreh eines der berühmtesten Horror-Filme, „Psycho“. Helen Mirren ist Hitchs Frau Alma Reville, die maßgeblich an seinem Ruhm beteiligt war, auch wenn sie größtenteils im Hintergrund blieb.

Hitchcock: Biopic mit Anthony Hopkins und Helen Mirren

„Hitchcock“ orientiert sich stark an dem Buch „Alfred Hitchcock and the Making of Psycho“ von Stephen Rebello: Basierend auf den schrecklichen Morden von Ed Gein, die später auch das „Texas Chainsaw Massacre“ inspirieren sollten, schreibt Robert Bloch sein Buch „Psycho“ und Hitchcock ist besessen von der Idee, den kontroversen Roman als seinen nächsten Film umzusetzen. Doch die Studios in Hollywood sind gegen den kühnen Plan des zugkräftigen Kinoregisseurs, da sie dieser brutale Abweichung von bisherigen Erfolgen keine Chancen an den Kassen bescheiden. weiterlesen »

Steven Spielberg verfilmt das Prestigeprojekt „Lincoln“ mit Daniel Day-Lewis, Tommy Lee Jones und Sally Field pünktlich zum 150sten Jubiläum der Emanzipations-Proklamation: Das Historien-Drama schildert die letzten vier Monate im Leben des 16sten US Präsidenten vor seiner Ermordung.

Lincoln

Lincoln

In „Lincoln“ macht Regisseur Steven Spielberg einmal mehr Geschichte lebendig: Der Amerikanische Bürgerkrieg nähert sich seinem Ende und der Präsident der Nordstaaten, Abraham Lincoln, muss um eine gemeinsame Zukunft mit den Konföderierten nach dem Bruderkrieg kämpfen. Zwischen diplomatischen Kompromissen und schwerwiegenden Entscheidungen hin- und  hergerissen, arbeitet er auf das Votum des dreizehnten Verfassungszusatzes hin. Das Historien-Drama basiert auf dem Buch „Team of Rivals: The Political Genius of Abraham Lincoln“ von Doris Kearns Goodwin.

Lincoln von Steven Spielberg und mit Daniel Day-Lewis

Regisseur Steven Spielberg befindet sich seit mehreren Jahrzehnten an der absoluten Spitze der erfolgreichsten Filmemacher Hollywoods und wechselt dabei mit Bravour zwischen Abenteuerfilmen wie der „Indiana Jones“ Reihe oder „Tim und Struppi“, familienfreundlichen Filmen wie „E.T.“ und ernsten historischen Themen von „Schindlers Liste“ über „Amistad“ bis zu „München“ und zuletzt „Gefährten. weiterlesen »

Das tragische Leben des Märchenkönigs Ludwig II. von Bayern kommt als ein neues und vielschichtiges Historiendrama in die Kinos: Opulent und mysteriös, faszinierend und mitreißend wird die Geschichte mit Kino-Newcomer Sabin Tambrea an Originalschauplätzen wie Schloss Neuschwanstein erzählt in der Hauptrolle.

Ludwig II

Ludwig II

Ludwig II. sieht sich als Ästhet, als Förderer der Künste und als großer Staatsmann – als letzter absolutistischer Herrscher in Bayern. Während seiner Zeit als König erstarkt die Monarchie und fällt in sich zusammen, als sich Ludwig immer mehr seinen Fantasien und Visionen widmet. Seine Leistungen treten hinter seine Leidenschaften und letztlich wartet der Wahnsinn am Ende seines kurzen Lebens und der Tod im Sternberger See. „Ludwig II.“ inszeniert das Leben des Bayrischen Königs mit überschwänglichem Design und mit großen Bildern – und vergisst dabei nicht das Drama hinter der legendären und bereits einige Male verfilmten Geschichte.

Ludwig II.: Dreh an Originalschauplätzen

Über 125 Jahre nach dem Tod Ludwigs ist der „Märchenkönig“ heute nicht nur Vorlage für eine große Souvenierindustrie und Stifter einiger der meistbesuchten Touristenziele in Bayern, sondern wird teilweise noch immer glühend verehrt, während sein Leben, seine Ziele, seine Leidenschaften und vor allem sein Tod mysteriös bleiben. Nach dem kitschigen O.W. Fischer-Film aus den 1950ern („Ludwig II. – Glanz und Ende eines Königs“) und dem Visconti-Meisterwerg („Ludwig“) mit Helmut Berger als Bayernkönig und Romy Schneider als Kaiserin Elisabeth ist seine Geschichte vollends zur Legende geworden.

Nun trauten sich Marie Noëlle und Peter Sehr an eine neue Version, die dem eigentlichen Dreh neun Jahre währende Anstrengungen voranstellte, um alle Genehmigungen zu bekommen und besonders mit den Schlössern Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof arbeiten zu können. 16 Millionen Euro kostete das hervorragend besetzte Historiendrama, in dem viel Wert auf die geschichtlichen Forschungsergebnisse zu Ludwig II. in ihrer fiktionalen Bearbeitung  gelegt wird. weiterlesen »

Quentin Tarantino dreht mit „Django Unchained“ einen Western und kann auf einige der spannendsten Schauspieler zählen: Die Oscar-Preisträger Christoph Waltz und Jamie Foxx spielen gemeinsam mit Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson in dieser schonungslosen Hommage an das Western-Genre.

Das neue Projekt von Kultregisseur Quentin Tarantino, „Django Unchained“, führt tief in die Südstaaten der USA, wenn der Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) den Sklaven Django (Jamie Foxx) vor seinen Peinigern rettet, da dieser die miesen Brittle-Brüder kennt – Schultz will das Kopfgeld einstreichen und Django will Rache, denn sie haben seine Frau vergewaltigt, verschleppt und verkauft. Der ehemalige Sklave wird zum Revolverhelden ausgebildet, um sich dem gemeingefährlichen Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) zu stellen, einem Plantagenbesitzer, der Djangos Frau Broomhilda (Kerry Washington) festhält, während dessen cleverer Hausdiener Stephen (Samuel L. Jackson) im geheimen seine eigenen Pläne verfolgt.

Django Unchained: Quentin Tarantinos 7ter Film

Fast vier Jahre nachdem Quentin Tarantino mit „Inglourious Basterds“ bewiesen hat, dass er sich auf ungeahnt intelligente und nicht nur ausschließlich postmoderne Weise den Themen seiner Lieblingsfilme widmen kann, geht er nun mit „Django Unchained“ ein weiteres Wagnis ein: Der ehemalige Videotheken-Ladenhüter, der für seinen coolen Umgang mit den merkwürdigsten Referenzen, die das Kino zu bieten hat, in den 90ern zum Regie-Superstar aufstieg, schafft mit seinem Western ein dunkles Kapitel der Vereinigten Staaten vor dem Bürgerkrieg aufzuarbeiten und gleichzeitig sich dem Exploitation-Genre auf eindringlichere Weise zu nähern, als in „Jacky Brown“. weiterlesen »