Während in Berlin schon die Deutschland-Premiere von Quentin Tarantinos „Django Unchained“ gefeiert wird, ist die Auswahl der Kinostarts in der Woche vom 10.01.2013 recht klein. Dafür finden sich jedoch unter den vornehmlich deutschen Filmen einige gelungene Beiträge.

Hannah Ahrendt

Hannah Ahrendt

Der deutsche Film dominiert in dieser Kinowoche: „Bela Kiss: Prologue“ von Lucien Förstner baut auf der wahren Geschichte eines Serienmörders zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts einen modernen Horror-Thriller. Sind die Schauspieler in der intensiven und gut gemachten Geschichte um Bankräuber, die auf ein schreckliches Geheimnis aus der Vergangenheit stoßen, zwar nicht allzu bekannt, so kann sich dennoch ihre Vita sehen lassen: Kristina Klebe spielte in Rob Zombies „Halloween“, Rudolf Martin in „Dexter“ und Ben Bela Böhm in „Illuminati“.

Kinostarts: Kinderfilm und Philosophie-Biographie

Basierend auf den Kinderbüchern um „Ritter Rost“ von Jörg Hilbert und Felix Janosa hat Thomas Bodenstein einen putzigen und liebevoll gestalteten Animationsfilm geschaffen, in dem Rick Kavanian, Christoph Maria Herbst, Carolin Kebekus und Tom Gerhardt die Sprechrollen übernehmen: Im Schrottland muss der tapsige Ritter Rost sich gegen den fiesen Prinzen Protz beweisen und seinen inneren Helden finden. Der Film läuft auch in 3D.

„Hannah Arendt“ von Margarethe von Trotta erzählt mit Barbara Sukowa, Axel Milberg, Ulrich Noethen, Michael Degen, Julia Jentsch und Janet McTeer jenen Abschnitt aus der Biografie der eigensinnigen politischen Theoretikerin, deren Engagement und oft nicht bequeme Denkweise noch heute nachwirkt, in der sie über Adolf Eichmanns Prozess berichtete und das Konzept der „Banalität des Bösen“ prägte.

Humor aus Deutschland, Poesie aus Frankreich

Matthias Schweighöfer hat mit seinem zweiten Film im Regiestuhl, „Schlussmacher“, eine weitere Romantic Comedy abgeliefert, die ganz auf den deutschen Star zugeschnitten ist: Schweighöfer ist als Paul Voigt damit beauftragt, Beziehungen von Leuten zu trennen, die sich nicht selber trauen. Als er aber an Toto (Milan Peschel) gerät, geht das ansonsten sorgenfreie Leben den Bach runter. Die aufgedrehte Komödie verspricht vor allem brachialen Humor, der sich an ähnlichen Hollywood-Produktionen messen lassen kann.

Aus Frankreich kommt „Der Geschmack von Rost und Knochen“ mit Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts. Regisseur Jacques Audiard erzählt von dem obdachlosen Türsteher Ali, dessen Schicksal sich mit dem der Waltrainerin Stéphanie verbindet, auf intensive und beeindruckend gefilmte Weise. Der Film eröffnete 2012 die Festspiele in Cannes und kommt am 10. Januar 2013 in die deutschen Kinos.

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