Quentin Tarantino dreht mit „Django Unchained“ einen Western und kann auf einige der spannendsten Schauspieler zählen: Die Oscar-Preisträger Christoph Waltz und Jamie Foxx spielen gemeinsam mit Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson in dieser schonungslosen Hommage an das Western-Genre.

Das neue Projekt von Kultregisseur Quentin Tarantino, „Django Unchained“, führt tief in die Südstaaten der USA, wenn der Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) den Sklaven Django (Jamie Foxx) vor seinen Peinigern rettet, da dieser die miesen Brittle-Brüder kennt – Schultz will das Kopfgeld einstreichen und Django will Rache, denn sie haben seine Frau vergewaltigt, verschleppt und verkauft. Der ehemalige Sklave wird zum Revolverhelden ausgebildet, um sich dem gemeingefährlichen Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) zu stellen, einem Plantagenbesitzer, der Djangos Frau Broomhilda (Kerry Washington) festhält, während dessen cleverer Hausdiener Stephen (Samuel L. Jackson) im geheimen seine eigenen Pläne verfolgt.

Django Unchained: Quentin Tarantinos 7ter Film

Fast vier Jahre nachdem Quentin Tarantino mit „Inglourious Basterds“ bewiesen hat, dass er sich auf ungeahnt intelligente und nicht nur ausschließlich postmoderne Weise den Themen seiner Lieblingsfilme widmen kann, geht er nun mit „Django Unchained“ ein weiteres Wagnis ein: Der ehemalige Videotheken-Ladenhüter, der für seinen coolen Umgang mit den merkwürdigsten Referenzen, die das Kino zu bieten hat, in den 90ern zum Regie-Superstar aufstieg, schafft mit seinem Western ein dunkles Kapitel der Vereinigten Staaten vor dem Bürgerkrieg aufzuarbeiten und gleichzeitig sich dem Exploitation-Genre auf eindringlichere Weise zu nähern, als in „Jacky Brown“.

Schonungslose Bilder, eine verzwickte Story und eine Vielzahl von Hommagen dürften auf die Zuschauer warten, wenn Tarantino in „Django Unchained“ das Western-Genre analysiert und seziert. Daneben gibt es auch eine Reihe von Gastauftritten von Don Johnson, Bruce Dern, Franco Nero, Jonah Hill, Tom Savini, Robert Carradine, RZA und Michael Parks.

Christoph Waltz und Jamie Foxx als Kopfgeldjäger

Quentin Tarantinos Filme haben die merkwürdige Eigenart, auch in ihrer reinen Drehbuchfassung bereits begeistert aufgenommen zu werden und selbst die vorherige Lektüre macht dem späteren Filmvergnügen kein Abbruch – auch bei „Django Unchained“ ist dies nichts anderes, denn obwohl Tarantinos geschriebene Wörter schon eine erstaunliche Kraft entwickeln, ist es oft die schauspielerische Leistung, die der Regisseur aus seinen Besetzung herausholt, durch die seine Filme regelmäßig zu Meisterwerken werden.

„Django Unchained“ erscheint am 17. Januar 2013 auch in den deutschen Kinos.

Leave a comment

Name: (Required)

eMail: (Required)

Website:

Comment: