Das tragische Leben des Märchenkönigs Ludwig II. von Bayern kommt als ein neues und vielschichtiges Historiendrama in die Kinos: Opulent und mysteriös, faszinierend und mitreißend wird die Geschichte mit Kino-Newcomer Sabin Tambrea an Originalschauplätzen wie Schloss Neuschwanstein erzählt in der Hauptrolle.

Ludwig II

Ludwig II

Ludwig II. sieht sich als Ästhet, als Förderer der Künste und als großer Staatsmann – als letzter absolutistischer Herrscher in Bayern. Während seiner Zeit als König erstarkt die Monarchie und fällt in sich zusammen, als sich Ludwig immer mehr seinen Fantasien und Visionen widmet. Seine Leistungen treten hinter seine Leidenschaften und letztlich wartet der Wahnsinn am Ende seines kurzen Lebens und der Tod im Sternberger See. „Ludwig II.“ inszeniert das Leben des Bayrischen Königs mit überschwänglichem Design und mit großen Bildern – und vergisst dabei nicht das Drama hinter der legendären und bereits einige Male verfilmten Geschichte.

Ludwig II.: Dreh an Originalschauplätzen

Über 125 Jahre nach dem Tod Ludwigs ist der „Märchenkönig“ heute nicht nur Vorlage für eine große Souvenierindustrie und Stifter einiger der meistbesuchten Touristenziele in Bayern, sondern wird teilweise noch immer glühend verehrt, während sein Leben, seine Ziele, seine Leidenschaften und vor allem sein Tod mysteriös bleiben. Nach dem kitschigen O.W. Fischer-Film aus den 1950ern („Ludwig II. – Glanz und Ende eines Königs“) und dem Visconti-Meisterwerg („Ludwig“) mit Helmut Berger als Bayernkönig und Romy Schneider als Kaiserin Elisabeth ist seine Geschichte vollends zur Legende geworden.

Nun trauten sich Marie Noëlle und Peter Sehr an eine neue Version, die dem eigentlichen Dreh neun Jahre währende Anstrengungen voranstellte, um alle Genehmigungen zu bekommen und besonders mit den Schlössern Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof arbeiten zu können. 16 Millionen Euro kostete das hervorragend besetzte Historiendrama, in dem viel Wert auf die geschichtlichen Forschungsergebnisse zu Ludwig II. in ihrer fiktionalen Bearbeitung  gelegt wird.

Historiendrama über den Märchenkönig mit Sabin Tambrea

„Ludwig II.“ ist ein offensichtliches Prestige-Objekt, das den inszenierten Pomp des Märchenkönigs ebenso aufgreift, wie seine innere Zerrissenheit – Schauwert des Historienkinos soll bei Noëlles und Sehrs Film auf die Intensität des beklemmenden Visconti-Klassikers treffen, um einen neuen Blick auf den polarisierenden König zu werfen, der entweder als Phantast, als Wahnsinniger, als Kulturmensch, als großer Politiker oder als am Leben und seiner Leidenschaft gescheiterter Monarch wahrgenommen wird. Kino-Neuentdeckung Sabin Tambrea soll all dies verkörpern und wird dabei von einer großartigen Besetzung von Hannah Herzsprung, Paula Beer und Katharina Thalbach über Samuel Finzi, Tom Schilling und Friedrich Mücke bis zu Justus von und Dohnányi, Edgar Selge und Axel Milberg, sowie Uwe Ochsenknecht, Gedeon Burkhard und André Eisermann unterstützt.

Die 2012er Version von „Ludwig II.“ von Peter Sehr und Marie Noëlle kommt am 26. Dezember 2012 in die Kinos.

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